Lange konnten Händler Google Shopping als kostenlosen Marketingkanal nutzen, um ihren Shop und ihre Produkte einer breiten Masse zu präsentieren. Durch die Einführung eines Bezahlmodells fiel diese Möglichkeit jedoch weg. Händler mussten fortan für die sogenannten Product Listing Ads (PLA), die Produktfotos sowie Preis- und Verfügbarkeitsinformationen anzeigen lassen, pro Klick an Google zahlen. Wie haben sich die Preise pro Klick im Jahr 2013 in den USA entwickelt und wie investitionsbereit sind Webshops dort? Diesen Fragen ist jetzt eine Studie von Marin Software nachgegangen.

Google Shopping: Starker Anstieg der Investitionen

Hatte es sich Mitte 2013 bereits angedeutet, dass Google mit der Einführung eines kostenpflichtigen Google Shopping die Klickraten deutlich steigern würde, wird diese Tendenz jetzt durch die Zahlen, die Marin Software in seiner Studie „The State of Google Shopping“ veröffentlicht hat, bestätigt. Der Vergleich der Monate Januar 2014 und dem Vorjahres-Januar zeigt eine Steigerung von knapp 300 Prozent der Investitionen, die Händler für Product Listing Ads ausgeben. Das Bezahlsystem wurde im Jahr 2013 von den Händlern also angenommen und erfreut sich großer Beliebtheit.

Kosten pro Klick ebenfalls mit Anstieg

Einer der Gründe für den wachsenden Anstieg der Investitionen ist auf die steigenden Kosten pro Klick (CPC) zurückzuführen. So lag der Preis aufgrund des großen Interesses an den Werbeplätzen im Dezember 2013 141 Prozent höher als im Januar 2013. Die klassischen Text-Anzeigen dagegen wiesen nur einen Preisanstieg von 21 Prozent auf. Der niedrigere Preis liegt in der geringeren Effizienz der Anzeigen begründet. Im Jahr 2013 sank die Click-Through-Rate (CTR) von klassischen Textanzeigen um 13 Prozent. Die CTR der Product Listing Ads dagegen hatte ein Wachstum von 6 Prozent zu verzeichnen. Im September und Oktober lag die Rate zwischenzeitlich gar bei 11 Prozent. User bevorzugen also die visuellen Product Listing Ads.

Preise für Product Listing Ads steigen auch 2014

Die Studie von Marin Software geht auch in 2014 von einem weiteren Anstieg der Preise für Product Listing Ads aus. Dabei rechnet man damit, dass Händler ein Drittel ihres Budgets für bezahlte Werbeanzeigen in Product Listing Ads investieren werden. Darüber hinaus sollen vor allem Werbeanzeigen im Bereich Mobile weiter an Bedeutung gewinnen. Mehr und mehr User nutzen Smartphones und Tablets, um unterwegs nach Produkten zu suchen und Preise zu vergleichen. Daher geht die Studie davon, dass im Dezember 2014 zwei von fünf Klicks auf PLAs von einem Smartphone aus erfolgen werden.

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