Während der Einkauf von Kleidung oder Möbeln vielen Konsumenten Spaß bereitet, stellt die Besorgung von Alltagsartikeln, wie Shampoo, Zahnpasta und Geschirrspül-Tabs, eine Notwendigkeit dar, die nicht wenige gern auslassen würden. Nicht ohne Grund bestellen daher immer mehr Konsumenten heute Fast Moving Consumer Goods (FMCG) online, um Zeit zu sparen. Die kürzlich von Amazon eingeführten Dash Buttons könnten daher für viele Kunden wie einer Erlösung daherkommen. Wie gefragt sind WLAN-Bestellknöpfe? Steht uns damit der nächste Schritt im E-Commerce bevor? Diesen Fragen ist der Digitalverband Bitkom nachgegangen und dazu über 1000 Verbraucher ab 14 Jahren befragt.

WLAN-Bestellknöpfe: Deutsche Verbraucher mit steigendem Interesse

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen: Jeder Fünfte (21 Prozent) kann sich hierzulande vorstellen, per Knopfdruck alltägliche Ware zu bestellen. Besonders bei schweren und sperrigen Artikeln wie Toilettenpapier und Waschmittel sind Verbraucher an einer schnellen und umkomplizierten Besorgung interessiert. So gaben 28 Prozent an, WLAN-Bestellknöpfe dafür verwenden zu wollen.

WLAN-Bestellknöpfe als nächster logischer Schritt?

Bereits ein Drittel der Befragten in der Bitkom-Studie gab an, alltägliche Artikel online einzukaufen. Kein Wunder: Warum einen langweiligen Routinegang in die Stadt vornehmen, wenn die Ware auch bequem per Laptop bestellt werden kann. Ein Zeit- und Komfortgewinn für Verbraucher. Daher könnten WLAN-Bestellknöpfe nur der nächste logische Schritt im E-Commerce sein. Dabei bringt der Knopf nicht nur für die Konsumenten Vorteile mit sich: Händler erhalten hierdurch ein einfaches Mittel zur Kundenbindung, das gleichzeitig eine intelligente Service-Idee ist.

WLAN-Bestellknöpfe: Aktueller (rechtlicher) Stand

Wie funktionieren die vernetzten Bestell-Buttons? Angebracht am entsprechenden Haushaltsgerät wie der Waschmaschine oder der Kaffeemaschine bestellen Verbraucher mit einem einzigen Knopfdruck die gewünschte Ware im Netz. Die Knöpfe sind per WLAN online und können die Bestellung so an den entsprechenden Händler weiterleiten. Dafür muss der Button zuvor lediglich über eine App mit wenigen Klicks eingerichtet werden, damit klar ist, was genau bestellt wird, wenn Verbraucher den Knopf drücken.

Amazon hat letzten Monat mit seinen Dash Buttons hierzulande die ersten WLAN-Bestellknöpfe eingeführt. Da die Buttons derzeit jedoch gegen zahlreiche Gesetze verstoßen, hat die Verbraucherzentrale NRW bereits Klage eingereicht.

WLAN-Bestellknöpfe: Bitkom sieht Potenzial

Verbraucherschützer bemängeln bei den Buttons vor allem die Möglichkeit, vor einer Bestellung den aktuellen Preis für ein Produkt einsehen zu können. Der Digitalverband Bitkom stuft die aktuellen rechtlichen Probleme des Buttons eher als hinderlich ein. Verbraucher könnten sich online jederzeit schnell einen Überblick über Angebot und Preise verschaffen. Auch seien bereits Schutzmechanismen integriert, die bspw. ungewollte Mehrfachbestellungen vermeiden lassen.

Sind die rechtlichen Gegebenheiten im E-Commerce hierzulande also zu starr? Werden auf diese Weise Innovationen behindert, die den Handel weiterbringen könnten? Die Zahlen der Studie haben zumindest gezeigt, dass die Nachfrage nach den Bestellknöpfen durchaus vorhanden ist. Jetzt bleibt abzuwarten, wie die deutschen Gerichte den neusten Vorstoß Amazons behandeln werden.

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