Während es in den Endspurt geht, setzen Online-Händler noch einmal alles auf Konversionsrate und Umsatz, um ein zufriedenstellendes Weihnachtsgeschäft und einen erfolgreichen Jahresabschluss erzielen zu können. Die Prognosen dazu können sich sehen lassen: 25 Prozent aller Weihnachtseinkäufe sollen in diesem Jahr online erledigt werden. Hierzulande soll fast jeder fünfte Konsument (18 Prozent) mehr Geld als im Vorjahr dafür ausgeben. Das fand eine Studie von Ernst & Young heraus.


Der europäische Marktführer im Feed Management Lengow hat Tipps gesammelt, die Shopbetreiber auf das Weihnachtsgeschäft vorbereiten sollen. Wir fassen hier die Empfehlungen zusammen, die in der letzten, heißen Phase noch einmal richtig Umsatz bringen können.

1) Social Media im Weihnachtsgeschäft nutzen

Insbesondere kurz vor Weihnachten sind viele ratlose User dankbar für Geschenk-Inspirationen. Über Social Media können diese einfach und ohne große Kosten verbreitet werden. Facebook ist dabei nach wie vor die Nummer 1 im Social Shopping, gefolgt von Pinterest, Twitter und Instagram. Im besten Fall werden beworbene Geschenk-Ideen und Produkte dann von Kunden mit Lob versehen. 61,6 Prozent der Online-Shopper lesen Nutzerkommentare im Internet vor einem Kauf, so dass Kundenmeinungen Gold wert sind. Auch die globale Umsatzprognose unterstreicht die enorme Signifikanz der sozialen Kanäle: 30 Milliarden US-Dollar sollen in diesem Jahr über Social Shopping generiert werden.

2) Retouren für den Kaufabschluss

Die Retour-Konditionen sind für Verbraucher heute einer der Argumente für oder gegen einen Kaufabschluss. Komplizierte oder undurchsichtige Rückgabebedingungen schrecken potenzielle Kunden ab und lassen bei der Konkurrenz kaufen. Einfache und übersichtliche Retour-Konditionen dagegen geben Konsumenten ein Gefühl der Sicherheit. Dies sollte im Onlineshop kommuniziert werden. Gänzlich kostenfreie Retouren sollten beworben werden, damit Kunden wissen, dass für den Fall, dass das Geschenk nicht so gut ankommt, eine Rücksendung schnell und einfach abgewickelt ist.

Auch wenn nicht alle Kunden die beworbene Retoure nutzen werden, insbesondere Online-Händler aus dem Segment Fashion & Accessoires müssen mit einer hohen Rückgabequote rechnen. Bei 36 Prozent dieser Shops lag die Quote im letzten Jahr bei über 20 Prozent. Händler sollten also logistisch auf eine Vielzahl von Rücksendungen vorbereitet sein, damit nicht nach dem Weihnachtsgeschäft das Chaos ausbricht.

3) Kreativität und Innovation

Um auf den letzten Metern im Weihnachtsgeschäft noch einmal richtig punkten zu können, müssen Händler auf sich aufmerksam machen und aus der Masse herausstechen. Kreativität und Innovation sind dabei unverzichtbar. Besonders hilfreich sind hierbei zeitabhängige Sonderangebote, die den Druck auf den Kunden erhöhen. Gerade so kurz vor Weihnachten lassen sich Kunden von begrenzten Angeboten schnell überzeugen und zu einem Kauf motivieren. Händler, die zudem Expresslieferungen wie Same Day Delivery anbieten, können in diesem Zusammenhang auch dafür werben. Auf diese Weise wird potenziellen Kunden gezeigt, wie schnell ihre Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk erfolgreich beendet sein kann.

4) Sichtbarkeit erhöhen

Neben Social Media sollte die Sichtbarkeit im Web angegangen werden, insofern das nicht bereits zu Beginn der Weihnachtszeit geschehen ist. Adwords-Kampagnen und gesponsorte Produktanzeigen können die Konversionsrate im Weihnachtsgeschäft noch einmal deutlich nach oben treiben und so den erhofften Jahresabschluss erzielen lassen. Auch ein intelligentes Retargeting kann Kunden zurück in den Shop holen und zu einem Kaufabschluss bringen. Die Kosten und Mühen können sich lohnen: Online-Werbung hat 4-mal höhere Auswirkungen auf den Kauf, wenn sie vor der Recherche angezeigt wird.

5) Transparenz für den Kunden

Eigentlich eine Grundvoraussetzung für jeden Onlineshop, im Endspurt für eilige Kunden jedoch besonders wichtig: ein durch und durch transparenter Onlineshop. Von übersichtlichen Zahlungs- und Liefermethoden über detaillierte Informationen zu den Retourkonditionen bis hin zu leicht verständlichen FAQs und einem gut erreichbaren Kundensupport sorgt jedes transparente Element für mehr Vertrauen beim Verbraucher und so für eine höhere Kaufwahrscheinlichkeit.

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