Durch die weiter steigende Verbreitung von Smartphones und Tablets hat sich Mobile Shopping zu einem elementaren Bestandteil im E-Commerce entwickelt. Wenn selbst Traditionsguru Apple mit seinen Regeln bricht und größere iPhones auf dem Markt verkauft, wird schnell klar, wie gefragt ein komfortables Einkaufen über Smartphones bei deutschen Nutzern ist. Zuletzt bestätigten dies die Statistiken zum Weihnachtsgeschäft 2015: Über 30 Prozent des E-Commerce-Traffics kamen dabei über mobile Endgeräte. 22 Prozent des gesamten Umsatzes aus 2015 wurden über Smartphones und Tablets generiert. War der deutsche M-Commerce lange eher eine Randerscheinung, nimmt Deutschland mit seinen Zahlen mittlerweile eine Spitzenposition in Europa ein. Wie sieht der aktuelle Stand im Mobile Commerce aus? Und welche Trends sind für das neue Jahr zu erwarten?

Mobile Shopping: Wer kauft über Smartphone und Tablet ein?

Welche Nutzergruppe greift besonders oft auf Smartphone und Tablet zurück, um online einzukaufen? Junge User zwischen 16 und 24 Jahren sind die treibende Kraft im deutschen M-Commerce. Während die Zahl der Nutzer in dieser Altersspanne bereits 2012 bei 59 Prozent lag, und damit über allen anderen Altersgruppen, kauften 2014 90 Prozent der jungen User über Mobile Devices ein. Zum Vergleich: Der Durchschnitt aller Altersgruppen zusammen liegt lediglich bei 63 Prozent. Insgesamt hat sich das Mobile Shopping in den letzten fünf Jahren verdreifacht. Für 2016 ist daher auch keine Stagnierung dieser Zahlen zu erwarten. User aller Altersgruppen werden verstärkt ihre Ware über Handy und Tablet bestellen.

Mobile Shopping: Smartphone oder Tablet?

Mit welchem Mobile Device kaufen Nutzer heute bevorzugt ein? Tablets sind aufgrund ihrer Screen-Größe nach wie vor der Favorit, um Kleidung, Elektronik und Konzertkarten in den Warenkorb zu legen. 12 Prozent der User sind hiermit in Onlineshops unterwegs. Mit 10 Prozent liegen die Smartphones knapp dahinter. Insbesondere die gewachsenen Screens dürften Einkäufer verstärkt dazu bewegen, auch über ihr Smartphone einzukaufen. Insgesamt werden also 22 Prozent des Bestellvolumens im E-Commerce über Mobile Devices erzielt.

Mobile Shopping: Welche Voraussetzungen erwarten User?

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Kunden für einen Online-Einkauf zum Smartphone oder Tablet greifen? 84 Prozent der Nutzer erwarten eine sichere Verschlüsselung der Daten, wenn sie mobil ihren Warenkorb befüllen. 83 Prozent wollen eine Offenlegung aller anstehenden Kosten. Sicherheit und Transparenz sind damit die beiden wichtigsten Faktoren für User. Darüber hinaus schätzen Kunden auch eine übersichtliche und verständliche Menüführung und Navigation (80 Prozent), schnelle Ladezeiten in den Shops (ebenfalls 80 Prozent) sowie einen intuitiven und schnellen Bestellprozess.

Mobile Shopping: Trends für 2016

Worauf sollten Händler in 2016 achten? Welche Trends sind fürs Mobile Shopping zu erwarten? Um Traffic und die davon abhängige Conversion Rate steigern zu können, werden Shopbetreiber auf Remarketing, also auf Mobile Retargeting, setzen müssen. Eine ähnlich wichtige Rolle werden native Anwendungen spielen, die in den Alltag der User fest eingebunden sind und damit für sie unverzichtbar werden. Zu guter Letzt wird auch die Erhebung kundenspezifischer Daten weiter von Bedeutung sein. Data Science wird Händlern ein besseres Verständnis des Kunden ermöglichen, um so Maßnahmen zielgerichteter einsetzen zu können.

Alle Zahlen und Ergebnisse stammen aus dieser vom Online-Zahlungsdienstleister Paymill zur Verfügung gestellten Infografik:

PAYMILL_infographic_mobile_commerce Mobile Shopping: Zahlen, Fakten und Trends zum M-Commerce in Deutschland
Infographic by PAYMILL

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