Lieferadresse Kofferraum: DHL arbeitet derzeit weiter fleißig an seiner neuen Variante, Pakete an Kunden zuzustellen. Hatte das Unternehmen bereits im Herbst letzten Jahres sein Vorhaben In-Car-Delivery angekündigt, liefen seitdem erfolgreich Beta-Tests in den Städten Stuttgart, Köln und Bonn. Nun soll das Pilotprojekt auch in der Hauptstadt an den Start gehen. Wie sieht das Konzept nach mehrmonatiger Praxisphase aus?

In-Car-Delivery: So funktionierts

Kunden können kostenfrei ihren Smart mit einer sogenannten Connectivity Box ausstatten lassen. Diese fungiert dann als eine Art Packstation, in die Postboten Pakete ablegen können. Bestellt ein Kunde also online einen Artikel, muss er dabei eine TAN generieren und diese in der Bestellung im c/o-Feld eintragen. Der zuständige Bote erhält dann die entsprechenden Informationen, wo und wann der Smart als Paketbox zur Verfügung steht. Das Konzept funktioniert auch für Retouren. Dabei legen Kunden die zu retournierende Ware einfach in die im Kofferraum installierte Connectivity Box und der Paketdienst holte diese dann ab.

Ein Win-Win für beide Parteien. Denn: Der Verbraucher erhält sein Paket stets pünktlich und das Logistikunternehmen muss keinen zweiten Zustellversuch unternehmen oder die Ware bei einem Nachbarn abgeben. Damit kombiniert die In-Car-Delivery die Vorteile einer Packstation mit der Individualität von Wunschlieferzeiten.

Smart-Besitzer in Berlin können sich jetzt auch für das Pilotprojekt anmelden. In den nächsten Monaten will DHL die Testphase zudem auf weitere Städte ausweiten.

In-Car-Delivery: Vorbild Volvo

Neu ist die Idee nicht. In Schweden haben Volvo und das Start-Up Urb-It das Konzept bereits erfolgreich umgesetzt. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch hierzulande der eigene Volvo zu einer Packstation umfunktioniert werden kann. DHL und Smart sollten daher mit einer offiziellen Markt-Einführung nicht mehr allzu lange warten.

Delivery immer mehr USP

Es ist nicht verwunderlich, dass Logistikunternehmen wie DHL an weiteren innovativen Zustellkonzepten arbeiten. Die Nachfrage dafür ist groß: Kunden erwarten eine individualisierbare und zeitlich flexible Paketzustellung, die sie auf jedem Schritt mitverfolgen können. Immer weniger Verbraucher sind heute bereit, den ganzen Tag zuhause auf eine Lieferung zu warten. Projekte wie die In-Car-Delivery erfüllen daher genau diesen Anspruch der Konsumenten.

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