Viele Onlineshops, die keine bestimmte Nische bedienen, haben oft keine genau definierte Zielgruppe. Dass jedoch Daten zu Geschlecht, Alter und favorisierten Einkaufszeiten bereits wichtige Hinweise für den eigenen Shop liefern, ist nicht immer allen Händlern bewusst. idealo hat in diesem Rahmen eine groß angelegte Studie durchgeführt, die zeigt, was den durchschnittlichen Online-Shopper in sechs verschiedenen Ländern ausmacht. Im Fokus standen dabei Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien, Großbritannien und Italien. Was können Shopbetreiber lernen?

Dann kaufen deutsche Online-Shopper im Netz ein

Wann haben Shopbetreiber besonders viel Traffic auf ihrer Seite? Die Ergebnisse der Studie zeigen: Deutsche Verbraucher shoppen vor allem erst ab 20 Uhr. Nur die Spanien und Briten klicken sich später durch die Onlineshops: Sie sind besonders viel zwischen 21 und 22 Uhr unterwegs. In Frankreich und Italien stöbern Konsumenten gegen 18 Uhr durch die Produktkategorien.

Die Tendenz ist klar: Händler sollten ihre Shops vor allem in den Abendstunden bereit für einen Ansturm halten. Automatismen wie Auftragsbestätigungen oder ein 24-Stunden-Support helfen dabei, dass sich Kunden trotz später Shoppingzeiten beim Händler gut aufgehoben fühlen. Der späte Einkaufs-Rhythmus erscheint logisch: Während Verbraucher tagsüber das Geld bei der Arbeit verdienen, geben sie es am Abend online aus.

Zielgruppe: Männer oder Frauen?

Während man nach gängiger Logik Shopping eher mit Frauen verbindet, zeigt die idealo-Studie andere Zahlen: In allen untersuchten Ländern kaufen Männer deutlich mehr online ein als Frauen. Dabei herrschen klare Verhältnisse: In allen Ländern liegt der Anteil der Männer bei über 60 Prozent. Nur in Spanien ist das Verhältnis mit 54 zu 46 etwas ausgeglichener. In Deutschland kaufen mit 64 Prozent ebenfalls deutlich mehr Männer im Web ein.

Alter der Online-Shopper: Älter als erwartet

Auch die Altersstruktur der Online-Shopper überrascht: So kaufen vorwiegend Konsumenten aus den Geburtsjahren zwischen 1973 und 1982 im Netz ein. Millenials und ein großer Teil der Generation Y gehören damit nicht zur primären Zielgruppe von Shopbetreibern.

Auch wenn immer wieder die Rede von den finanzstarken Silver Surfern ist – nach dieser Studie kaufen alte Menschen ab 65 Jahre nur wenig über das Internet ein. Ihr Anteil variiert je nach Land zwischen 5 und 9 Prozent. Diese Zielgruppe kann bei einem Sortiment ohne bestimmten Fokus daher eher vernachlässigt werden. Die junge Zielgruppe der 18-24-Jährigen ist jedoch bestens mit dem Netz und seinen Technologien vertraut. Daher wartet hier sicherlich eine potenzielle Kundschaft. Shopbetreiber müssen nur noch den richtigen Weg finden, diese Zielgruppe anzusprechen.

Die gesamte Studie mit allen Zahlen und Ergebnissen gibt es hier.

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