Das Bedürfnis deutscher Verbraucher an Datensicherheit ist nicht zuletzt durch die NSA-Späh-Affäre stark gestiegen. Fehlender Datenschutz in zahlreichen Bereichen des Internets hat schlussendlich auch zu einem gewachsenen Misstrauen gegenüber Online-Händlern geführt, so dass ein angemessener Umgang mit den persönlichen Daten des Kunden für viele Konsumenten mittlerweile ein entscheidender Faktor sein kann, wenn es zur Wahl eines Onlineshops kommt.

Wem also vertrauen Verbraucher heute ihre persönlichen Daten wie Adresse, Telefonnummer, Anschrift und Email an? Dieser Frage ist die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) nachgegangen und hat in ihrer Studie „Daten & Schutz“ über 2000 Verbraucher befragt, wem sie beim Umgang mit ihren privaten Daten trauen und wovor sie im Zusammenhang mit Missbrauch von Daten am meisten Angst haben. Das GfK kam dabei zu dem Ergebnis, dass deutsche Verbraucher unter Online-Händlern vor allem kleinen Einzelhändlern vertrauen.

Verbraucher befürchten finanziellen Schaden

Insgesamt ist ein Großteil der Bundesbürger um die eigenen Daten besorgt. So gaben 70 Prozent der Verbraucher an, sich um den Schutz ihrer persönlichen Daten zu sorgen. Ein finanzieller Schaden, der dadurch entstehen kann, ist dabei die größte Angst, die Kunden haben. 68 Prozent der Studienteilnehmer teilen diese Sorge. 52 Prozent wiederum fürchten einen Eingriff in die Privatsphäre, 51 Prozent haben Angst vor dem Missbrauch ihrer persönlichen Daten, wenn es um einen Identitätsdiebstahl geht, 70 Prozent missbilligen den Missbrauch ihrer Daten für Werbezwecke, wie es nicht selten bei Onlinespielen und Onlinediensten vorkommt.

Wenig Vertrauen in Internetprovider

Wenig Vertrauen haben deutsche Verbraucher vor allem gegenüber Anbietern von Internetservices aus den USA, denen nur neun Prozent der Befragten ihr Vertrauen aussprechen. Internetprovider aus Europa haben bei den Deutschen dagegen einen etwas besseren Stand. 21 Prozent der Verbraucher vertrauen europäischen Anbietern, was jedoch von einem Bestwert ebenfalls meilenweit entfernt ist.

Neben dem Datenschutz ist vor allem auch die Internetgeschwindigkeit aktuelles Diskussionsthema bei Verbrauchern. So plante die Telekom bis vor kurzem die Drosselung der Internetgeschwindigkeit seiner Kunden, das Vorhaben wurde vom Landgericht Köln jedoch für unzulässig erklärt. Die Telekom will nun Berufung einzulegen. Auch die tatsächliche Internetgeschwindigkeit für Smartphones liegt laut zahlreichen Berichten unter der von den Telefonprovidern angegebenen. In Verbindung mit der derzeitigen Datenschutzdebatte dürfte beides das Vertrauen der Verbraucher in die Provider nicht gerade gestärkt haben.

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