Social Media gehört heute zum Standard-Repertoire jeder Kommunikationsabteilung. Auch dass Facebook das von Händlern bevorzugte soziale Netzwerk ist, ist kein Geheimnis, wie zuletzt eine Studie bestätigte. Eine aktuelle Erhebung der B2C-Händlerstudie, die der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) und Boniversium jetzt veröffentlicht haben, unterstreicht erneut die hohe Signifikanz des Mark Zuckerberg-Netzwerks für PR und Marketing. Darüber hinaus ermittelte die Befragung, wofür Unternehmen Facebook und andere Social-Media-Kanäle genau nutzen und welche Auswirkungen der Einsatz von Social Media auf Umsatz und Personalbestand hat. Dazu wurden im Frühjahr 2014 über 100 Interviews mit Entscheidungsträgern der Branche geführt.

Facebook unverzichtbar für Social Media

Facebook ist nach wie vor unverzichtbar für Unternehmen, was Social Media betrifft. Hatte bereits socialbakers.com in seiner Studie im Frühjahr die Ausnahmestellung von Facebook ermittelt, bestätigt jetzt die Händlerstudie die Bedeutung des Netzwerks. 99 Prozent der befragten Entscheidungsträger gaben an, Facebook als Social-Media-Kanal zu nutzen. Dabei konnte das Netzwerk seine Signifikanz bei Unternehmen stetig steigern. 2012 lag dieser Wert bei 91 Prozent, im vergangenen Jahr bei 93 Prozent. Darauf folgt mit großem Abstand Google+, das 40 Prozent der Befragten als Marketingkanal nutzen, wobei das Netzwerk im Vergleich zum Vorjahr bereits 5 Prozentpunkte einbüßen musste. Direkt dahinter folgen Twitter und Youtube mit jeweils 37 Prozent. Auch Blogs werden häufig für PR und Marketing genutzt, wie 35 Prozent zeigen.

Warum nutzen Unternehmen Social Media – Kanäle?

Für welche Zwecke werden die sozialen Netzwerke verwendet? 33 Prozent der befragten Entscheidungsträger gaben an, Social Media zur Steigerung des Bekanntheitsgrades der Firma und damit zur Markenbildung zu verwenden. 28 Prozent nutzen soziale Netzwerke für einen engeren Kontakt zum Kunden und somit zur Kundenakquise und Kundenbindung. Bei gut jedem fünften Studienteilnehmer (21 Prozent) haben sich Facebook, Google+ und Co. als klassisches Marketinginstrument etabliert.

Social Media: Auswirkungen auf Personalbestand und Umsatz

Neben den Nutzungsgründen wurden die Studienteilnehmer in den Interviews auch bezüglich der Auswirkungen auf den Personalbestand für Social Media und den Umsatz im Unternehmen befragt. Dabei zeigt sich, dass Social Media zwar von fast allen Unternehmen praktiziert wird, eine Erhöhung des Personalbestandes für die Social–Media-Abteilung jedoch nur jeder dritte Händler vorsieht (31 Prozent). Der Umsatz im Unternehmen ist durch die Social-Media-Aktivität bei 20 Prozent der Befragten gestiegen. Im Vorjahr lag dieser Wert jedoch noch bei 24 Prozent, so dass hier ein leichter Rückgang festzustellen ist. Allein die Umsatzsteigerung betreffend sehen Unternehmer Facebook als wichtigstes soziales Netzwerk, wie 56 Prozent der Studienteilnehmer angaben. Dahinter folgen Blogs und Youtube mit jeweils 14 Prozent. Google+ findet sich erst danach mit 11 Prozent auf Platz 4 ein. Eher ungeeignet für diesen Zweck erscheinen Netzwerke wie Xing, Twitter oder Pinterest, die in der Summe nur von 6 Prozent als Umsatztreiber bezeichnet wurden.

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