Während der Online-Handel heute von allen Altersklassen von 18 bis 60 regelmäßig genutzt wird, sind es die Smart Natives, die einen entscheidenden Einfluss auf den E-Commerce von morgen haben werden. Bei Smart Natives handelt es sich um junge Menschen im Alter von 20 bis 25 Jahren, die mit Smartphone und Tablet aufgewachsen und täglich im Netz unterwegs sind. Auf diese Weise sind sie als Early Adopter stets informiert, erreichbar und hervorragend vernetzt. Die Vorlieben und das Verhalten von Smart Natives im Online-Handel zeigt daher bereits heute, wie das Konsumverhalten in Zukunft generell aussehen könnte.


Damit sich Händler auf zukünftige, anstehende Herausforderungen im E-Commerce vorbereiten können, sollten die Shoppinggewohnheiten und Erwartungen der Smart Natives genauer unter die Lupe genommen werden. Das hat jetzt das ECC Köln in Zusammenarbeit mit hybris software in der Kurzstudie „Digital geboren – So ticken die Smart Natives“ getan und untersucht, welche Faktoren das zukünftige Konsumverhalten entscheidend beeinflussen werden und welche Veränderungen daher im Handel zu erwarten sind. Dazu wurden 500 junge User im Alter von 20 bis 25 Jahren online befragt. Worauf sollten sich Webshop-Besitzer also einstellen?

Smart Natives: Recherche vor Kaufentscheidung

Vor einem Kauf wollen sich Smart Natives ausführlich über das gewünschte Produkt informieren. Online und bestens vernetzt suchen sie hierfür natürlich das Web als Informationsquelle auf. Dabei vertrauen 73 Prozent auf offizielle Testberichte und 64 Prozent auf Produktbewertungen im Internet. Gut 41 Prozent der jungen Nutzer setzen auf Internetforen, um sich ein Bild zu machen. Die Beratung vor Ort in einem stationären Geschäft nutzen zwar noch knapp 40 Prozent, die Mehrheit der User setzt aber auf eine autarke Informierung online, da sie selbst recherchierten Inhalten eher vertrauen.

Die Vielzahl der Informationen im Netz sorgt gleichzeitig jedoch bei einem Teil der Smart Natives für Verunsicherung. So gaben in der Studie 23 Prozent der jungen Konsumenten an, dass sie nach dem Kauf daran zweifeln, das richtige Produkt erworben zu haben. Zum Vergleich: Bei den deutschen Online-Shoppern liegt dieser Wert im Durchschnitt bei nur 9 Prozent.

Händler: Smart Natives bei der Bewertung unterstützen

Was können Shopbetreiber als tun, um Smart Natives schneller und besser von einem Kauf zu überzeugen? Da die jungen Verbraucher durch die Vielzahl der bestehenden Infos im Netz vor der großen Herausforderung stehen, Quellen, Ratings und Meinungen richtig zu bewerten, sollten Händler genau hier ansetzen. Shops sollten eine Hilfestellung bieten, damit Smart Natives die vielen Informationen besser und zielgerichteter beurteilen können. Dabei müssen Händler natürlich einen Weg finden, der nützliche Informationen zu ihren Produkten einfach zusammenfasst und gleichzeitig den Usern das Gefühl gibt, sich autark zu informieren.

Mit Content Smart Natives überzeugen

Welche Kanäle können Händler nutzen, um Smart Natives zu einer Kaufentscheidung zu motivieren? Smart Natives sind mit sozialen Netzwerken, Messengern und Blogs groß geworden und suchen sich zu einem Teil auch hier ihre Informationen für eine Kaufentscheidung. Die Studie zeigt dabei: Smart Natives setzen auf Social Media, die Kanäle werden jedoch unterschiedlich bewertet. So haben Facebook und Whatsapp aufgrund ihrer Datensammlung einen weniger guten Ruf, während YouTube und Blogs vorwiegend positiv eingestuft werden. So lesen 66 Prozent der Smart Natives Blogs, 30 Prozent davon sogar wöchentlich. 14 Prozent verfügen über einen eigenen Blog. Kein Wunder also, dass junge User auf Blogs dann auch Inspiration und Motivation für einen Kauf finden. 60 Prozent der Blog-Leser haben bereits einmal einen Artikel gekauft, da sie positive Reviews auf einem Blog gelesen haben.

Händler können und sollten die Affinität der Smart Natives zu Blogs und Youtube daher nutzen. Dabei könnten zum Beispiel Blogger und Youtuber mit Produktsamples versorgt werden, damit diese darüber berichten und somit zu einem Kauf anregen. Immer mehr verbreitet sind auch eigene Corporate-Blogs, die User über Produktneuigkeiten informieren, unterhaltsame Anekdoten erzählen oder nützliche Tipps und Links präsentieren.

Alle Ergebnisse der Studie finden sich hier.

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