Die geplante Umstellung auf das neue, einheitliche Zahlungsverfahren SEPA hat vielen Online-Händlern über Monate hinweg Sorgen bereitet, da sie im Rahmen der Anpassung ihrer Prozesse Zahlungsausfälle befürchteten. Viele Unternehmen schienen auch den für Anfang Februar vorgesehenen Beginn von SEPA nicht einhalten zu können, so dass die Deadline von der EU-Kommission bis August verlängert wurde. Eine aktuelle Studie hat jetzt untersucht, wie die Unternehmen die Verschiebung der SEPA-Einführung aufgenommen haben.

SEPA: Big Player vorbereitet

Hätte man bei dem derzeitigen Stand der Umstellungen vieler Online-Händler annehmen können, dass die Verschiebung der Einführung von SEPA vom Großteil der Unternehmen begrüßt wird, zeigen die Ergebnisse der Untersuchung ein anderes Bild. So halten 62 Prozent der befragten Händler die Frist-Verschiebung für nicht sinnvoll. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass ein Großteil der Big Player am Markt bereits auf das neue Zahlungssystem umgestellt hat. Nur 17 Prozent der Händler werden tatsächlich die verschobene Einführung nutzen, um die Umstellung auf SEPA fertig zu stellen. Die Einschätzung der EU-Kommission, dass noch zahlreiche Händler mehr Zeit für eine Umstellung benötigen, scheint daher nicht ganz richtig gewesen zu sein.

Probleme bei Anpassungsprozessen?

Der Anpassungsprozess an das neue Zahlungssystem hat bisher, gemessen an den zahlreichen Befürchtungen der Online-Händler, nur wenige Probleme hervorgerufen. So erwies sich die Anpassung an die neue SEPA-Überweisung als unkompliziert. 7 von 10 Unternehmen hatten dabei keine Schwierigkeiten. Die SEPA-Lastschrift dagegen wies ein größeres Fehlerpotenzial auf, das vor allem die Konvertierung in BIC und IBAN betrifft. Bei über der Hälfte der Händler gab es dabei bisher Probleme. Darüber hinaus waren die Einhaltung der Fristen für die Einreichung sowie Rücklastschriften nicht immer ohne Weiteres umsetzbar. Trotz dieser Probleme zeigt die Befragung der Händler, dass eine Verschiebung von SEPA nicht unbedingt notwendig gewesen wäre und von vielen Unternehmen aus gesamtwirtschaftlicher Sicht als nicht sinnvoll bewertet wird.

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