Auch wenn Serviceleistungen und Lieferkonditionen an Bedeutung gewonnen haben, ein Preisvergleich gehört für viele Konsumenten nach wie vor zur Routine des Einkaufs. So zeigen Zahlen von Statista, dass 80 Prozent der Online-Kunden den Preis für ein wichtiges Kriterium halten und fast jeder zweite Kunde (48 Prozent) vor Bestellung einen Preisvergleich durchführt. Ob über Preisvergleichsprotale wie Idealo oder Online-Marktplätze wie Amazon und eBay – Verbraucher nutzen die Transparenz des Angebots im Netz, um den besten Deal auszumachen. Da Portale wie diese eine enorm hohe Reichweite aufweisen, spielen sie auch für Händler eine große Rolle. Um dort jedoch wettbewerbsfähige Preise aufbieten zu können, müssen diese regelmäßig an die aktuelle Marktsituation angepasst werden. Wie oft nehmen Händler Preisänderungen vor?

Produktgruppen mit zahlreichen Preisanpassungen

Während einige Produktkategorien wie Bücher, die aufgrund der Buchpreisbindung keinen regelmäßigen Preisänderungen unterworfen sind, und Möbel, die sich aufgrund zahlreicher Eigenmarken oft in keinem direkten Wettbewerb befinden, nur wenige Schwankungen aufweisen, zeigen andere Artikel tägliche Preisanpassungen. Besonders betroffen sind hierbei die Produktkategorien Smartphones, Tablets, Notebooks, PC-Komponenten und Computer-Zubehör. Addiert findet man hier bis zu einer Million Preisänderungen pro Tag. Es herrscht also eine hohe Preiszirkulation, die Händler in kurzen Zeitabständen zu Preisanpassungen zwingt.

Besonders betroffen sind dabei aktuell die Produkte Huawei P8, Samsung Galaxy J5, Lenovo IdeaPad, Samsung Galaxy Tab, BenQ 24 Zoll Monitor sowie Logitech Maus. Mehrmals pro Stunde werden hier Preisänderungen vorgenommen. Die größte Preiszirkulation findet sich wie zu erwarten bei den großen Marktplätzen eBay und Amazon. Dort werden jeweils mehrere Millionen Preisänderungen pro Tag vorgenommen.

Produktgruppen mit stabilen Preisen

Neben den bereits genannten Büchern und Möbeln warten vor allem Autoteile, Outdoor-Equipment und Brillen mit stabilen Preisen auf. Lediglich alle paar Tage bis alle zwei Wochen werden hier die Preise angepasst, so dass für Händler ein geringer Preiswettbewerb herrscht.

Preisänderungen wann vornehmen?

Bei derart absurd hohen Preisänderungszahlen stellt sich vielen Online-Händlern die Frage, wann genau Preise am besten angepasst werden sollten. Viele Pricing-Tools messen die Preise jeweils um 10 Uhr und 16 Uhr, so dass zu diesen Zeitpunkten eine Marktanalyse lohnt. Händisch ist diese Arbeit für Shopbetreiber ohnehin nicht mehr vorzunehmen. Ohne ein intelligent laufendes Pricing-Tool kann die unüberblickbare Vielzahl an Preisen nicht überprüft und analysiert werden. Händler, die also wettbewerbsfähige Angebote aufweisen wollen, kommen um ein derartiges Tool nicht herum.

Studie

Die Zahlen und Ergebnisse stammen aus der Marktplatzanalyse des E-Commerce-Dienstleistungsanbieters Channel Pilot, der für die Studie Produktpreise aus über 2.000 Online-Vertriebskanälen untersucht hat.

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