Während der Kauf-Button lange ausschließlich im vertrauten Umfeld des Onlineshops platziert wurde, hat die wachsende Verknüpfung von Social Media und Webshops die Grenzen des gewohnten Online-Shoppings überschritten. User können mittlerweile in einem Großteil der sozialen Netzwerke von Produktanzeigen via Kauf-Button direkt in die jeweiligen Onlineshops und den angeschlossenen Checkout springen. Zuletzt hatte Twitter als einer der letzten Social-Media-Channels einen Kauf-Button eingeführt. Eine wirkliche Aufhebung der Grenze zwischen Onlineshop und externen Produktanzeigen hat hierbei jedoch noch nicht stattgefunden. Der Kauf erfolgt nach wie vor im Shop selbst. PayPal will dies jetzt mit PayPal Commerce ändern.

PayPal Commerce als nächste Stufe des Handels?

PayPal Commerce wird in Fachmedien als die nächste Stufe des Handels und als Shopping-Evolution eingestuft. Was also kann das neue Tool? PayPal Commerce soll es Händlern fortan ermöglichen, Checkout-Buttons in E-Mails, Social-Media-Posts, Blogartikeln, Werbeanzeigen und in Apps zu integrieren, so dass Konsumenten nicht mehr den Umweg über den Checkout des Onlineshops gehen müssen, sondern den Kauf direkt abschließen können. PayPal will mit diesem Ansatz die digitalen Grenzen des Online-Shoppings sprengen und Kunden dort die Einkaufsmöglichkeit bieten, wo der Kaufimpuls entsteht und so die Kaufentscheidung von Verbrauchern beschleunigen. Konsumenten sollen den Kauf also im Moment des Entdeckens tätigen können.

Beta-Test für US-Online-Händler

Online-Händler in den USA können sich aktuell für den Beta-Test von PayPal Commerce anmelden, um die Einsatzmöglichkeiten des neuen Kauf-Buttons durchzuspielen. Händler erhalten dabei Zugriff auf ein umfangreiches Angebot an sogenannten Contextual Commerce-Tools, um Kunden auch abseits des eigenen Onlineshops ansprechen zu können. Ob und wann Verkäufer in Deutschland das neue Tool testen können, ist bisher nicht bekannt.

Realisiert wird das Projekt von PayPal in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Payment-Experten Braintree, die im Segment „kontextbezogener Verkauf“ bereits Erfahrungen sammeln konnten, u.a. durch die Abwicklung der Zahlungen für die Buyable Pins von Pinterest.

Wie PayPal Commerce funktioniert, zeigt dieses kurze Video.

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