Die skandinavischen Länder Dänemark, Norwegen und Schweden weisen ein großes Potenzial für den Online-Handel auf. Das hat jetzt eine Untersuchung des europäischen E-Commerce-Verbandes ECOMMERCE EUROPE herausgefunden. Bereits 2012 verfügten 80 Prozent der Bevölkerung in Skandinavien über einen Internetzugang und haben mindestens einen Online-Einkauf im Jahr getätigt. So bilden die Länder Dänemark, wo 92 Prozent der Bevölkerung einen Internetzugang vorweisen, Norwegen (93 Prozent) und Schweden (90+ Prozent) einen Markt mit einem hohen Potenzial für E-Commerce. Zum Vergleich: Im Durchschnitt besitzen knapp 75 Prozent der Bevölkerung der 28 EU-Staaten einen Internetzugang. Dabei sind in Ländern wie Bulgarien, Griechenland und Rumänien nur 55 Prozent der Bevölkerung online. Die Möglichkeit für Online-Händler, auf diesem online-affinen Markt Fuß zu fassen, ist zusätzlich dadurch attraktiv, dass die Skandinavier zunehmend auch im Ausland einkaufen. So wird aufgrund der großen Produktauswahl und den niedrigen Preisen vor allem in Großbritannien, den USA, Deutschland und China geshoppt.

Großbritannien führend in Europa

Während Skandinavien ein Markt mit Zukunft sein könnte, ist Großbritannien aktuell führend bei den Ausgaben im Onlinehandel. Knapp 2466 Euro gaben die Internetuser pro Kopf im Jahr 2012 bei Online-Einkäufen aus. Damit liegt UK auf Platz 1 in Europa vor Norwegen (2225 Euro), Österreich (2140 Euro), Dänemark (1914 Euro) und der Schweiz (1750 Euro). Auch der Mobile-Commerce wächst in Großbritannien weiter: 4 Prozent mehr der Einkäufe wurden über Smartphones getätigt, was nun einem Anteil von 12 Prozent entspricht.

E-Commerce in den USA weiter wachsend

Auch der E-Commerce in den USA boomt weiter. Aktuellen Zahlen des amerikanischen Marktforschungsinstituts ComScore nach ist die Wachstumsrate des Online-Handels im 2. Quartal 2013 um ein Prozent gestiegen, womit der E-Commerce in den USA im 15. aufeinander folgenden Quartal angewachsen ist. Insgesamt haben die Amerikaner bisher knapp 50 Milliarden US-Dollar für Online-Bestellungen ausgegeben. Das entspricht einer Steigerung von 16 Prozent zum Vorjahr.

China bald größter Marktplatz im Onlinehandel

Der Bericht des europäischen E-Commerce-Verbandes zeigt auch, dass China bald der größte globale Marktplatz im Onlinehandel sein könnte. Gemäß des chinesischen DCCI Internet Data Centre sind aktuell 40 Prozent der Chinesen online, was in etwa 560 Millionen Chinesen entspricht. Durch den stark wachsenden Onlinemarkt im Reich der Mitte werden diese zunehmend die Online-Shopping-Möglichkeiten wahrnehmen und so Prognosen nach China bereits 2015 zum weltweit größten E-Commerce-Markt machen.

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