Auch wenn sich Mobile Payment in Deutschland noch in einem Entwicklungsstadium befindet, Potenzial ist auch aufgrund der weiter wachsenden Verbreitung von Smartphones und Tablets ausreichend vorhanden. Wie sieht die Entwicklung von Mobile Payment weltweit aus? Der Mobile Payment Provider Omlis hat dazu eine Grafik entworfen, die zeigt, wie weit verbreitet und akzeptiert die Zahlungsvariante in der Welt ist.

Mobile Payment in Schwellenländern stark verbreitet

Besonders verbreitet und akzeptiert ist Mobile Payment in Afrika. Dort werden 52 Prozent des Zahlungsverkehrs mobil abgewickelt. Damit liegt Afrika mit einem großen Abstand auf Platz eins. Dahinter folgt Asien, wo 32 Prozent der Internetuser mobil shoppen. Nur 21 Prozent kaufen dort über den Laptop ein. Ähnliche Ergebnisse können Mexiko, Brasilien und Chile aufweisen. Dort liegt die Akzeptanzrate des mobilen Bezahlens bei 30 Prozent. Bis 2016 soll die Zahl der User in Lateinamerika insgesamt auf 22,31 Millionen wachsen.

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Westliche Staaten noch zurückhaltend

Während sich die Entwicklung von Mobile Payment in Afrika, Asien und Teilen von Lateinamerika als rasant bezeichnen lässt, erweist sich das Verhalten in den westlichen Staaten bisher noch als zurückhaltend. In Europa wurden 2013 lediglich 12,4 Prozent aller Transaktionen mobil abgewickelt. Dabei handelt es sich vor allem um Käufe von digitalen Gütern, Tickets oder Produkten aus dem Retail-Segment. In Nordamerika hat sich der Zahl der Nutzer von Mobile Payment zwar verdoppelt, insgesamt liegt der Wert hier jedoch auch nur bei 17 Prozent. In Australien erweist sich zumindest die Bezahlvariante NFC als populär. 60 Prozent der getätigten Banktransaktionen wurden über Near Field Communication abgewickelt.

Gründe für die variierende Verbreitung von Mobile Payment

Warum erweisen sich vor allem Entwicklungsregionen und Schwellenländer als die Zentren des Mobile Payments? In Europa und Nordamerika gehören elektronische Bezahlwege zum Alltag, so dass die Versorgung hier im Wesentlichen gedeckt ist. Es besteht also kein Bedarf an zusätzlichen elektronischen Zahlungsmöglichkeiten. Mobile Zahlungsoptionen schließen in Schwellenländern Lücken, da hier so auch ohne Konto digital bezahlt werden kann. Darüber hinaus hindern in den westlichen Staaten vor allem auch Sicherheitsbedenken der User einen weiter verbreiteten Einsatz von Mobile Payment. Auf diese Weise kommt es zu einer großen Diskrepanz bezüglich der Verbreitung und Akzeptanz mobiler Zahlungsprozesse.

Die Übersichtsgrafik von Omlis gibt es hier.

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