Nicht alle Händler verfügen über die Ressourcen, um alle Marketing-Kanäle zu bedienen. Manchmal müssen sie sich aus Geld- und/oder Zeitgründen entscheiden, welche Maßnahmen sie ergreifen wollen. Besonders gängig sind heute das klassische E-Mail-Marketing und Social Media. Wir zeigen die Vor- und Nachteile der beiden digitalen Marketing-Kanäle.

Vorteile von E-Mail-Marketing

1. Hohe Reichweite

Nicht umsonst gilt E-Mail-Marketing auch heute noch bei vielen Marketers als die effektivste Maßnahme, um Kunden zu erreichen. Kein Wunder: E-Mail-Marketing erreicht im Schnitt in 90 Prozent der Fälle den gewünschten Empfänger. Mit einem attraktiven Betreff lassen sich dann viele Kunden dazu motivieren, die Mail zu öffnen. Social-Media-Kanäle sehen hier im direkten Vergleich schlecht aus: Studien haben gezeigt, dass bei 2000 Facebook-Fans nur 2 bis 5 User jeden Post sehen.

2. Exzellente Klickrate

Viele User fühlen sich in den Social-Kanälen von Spam überflutet. Daher verwundert es auch nicht, dass E-Mails eine deutlich höhere Klickrate haben als Posts bei Facebook und Twitter. Ein klares Plus für das E-Mail-Marketing.

3. Hohe Conversion Rate

Mehr als 60 Prozent der Verbraucher haben schon einmal etwas gekauft, weil sie zuvor eine Mail vom Shop bekommen haben. Das ist ein höherer Wert als bei allen anderen Marketing-Kanälen. Was die Conversion Rate angeht, ist E-Mail-Marketing also nach wie vor die Nummer 1.

4. Niedrige Kosten

Eine E-Mail-Kampagne ist günstig. Händler, die beispielsweise über MailChimp ihren Newsletter verschicken, können bis zu 2000 Abonnenten umsonst bedienen. Mit 12.000 Mails pro Monat. Das bietet Social Media nicht.

5. Höherer ROI

Hier überzeugt ein direkter Vergleich der beiden Marketing-Kanäle: E-Mail-Marketing generiert 40-mal mehr Kunden als Facebook und Twitter zusammen. Letztendlich ein entscheidender Faktor. Denn: Der Return on Investment ist eine wichtige Kennziffer, um die Kosten der verfügbaren Marketing-Möglichkeiten zu messen.

Nachteile von E-Mail-Marketing

1. Zeitaufwand

Bis erst einmal eine Mailliste mit interessierten Abonnenten steht, ist viel Schweiß und Blut geflossen. Shopbetreiber müssen heute über direkte Sign-Ups und Double-Opt-In Kunden mühselig gewinnen. Das kostet Zeit, Geld und vor allem auch oft Geduld.

2. Begrenzte kreative Möglichkeiten

Händler stehen für E-Mail-Kampagnen nur begrenzte Möglichkeiten zur Verfügung, ihre Aussendungen auffällig und kreativ zu gestalten, ohne im Spam-Folder zu landen. Ein klarer Nachteil gegenüber Social-Media, wo viel Freiraum für Innovation vorhanden ist.

3. E-Mail als Spam

Leider stufen User Mails von Unternehmen heute oft als Spam ein, ohne sie zu lesen. Schuld daran ist die schiere Menge der Mails, die Nutzer erhalten. Sorgfältig aufbereitete Aussendungen bekommen daher nicht immer die Aufmerksamkeit, die sich Händler wünschen – oder landen im direkt im Spam-Ordner.

Vorteil von Social Media

1. Höhere Engagement Rate

Auch wenn mehr User in E-Mails klicken, die höhere Engagement Rate liegt im Social-Segment. Posts bei Facebook, Instagram und Twitter erzeugen Kommentare, Likes und im Idealfall eine Menge Traffic auf Blog und Webseite. Das unterstützt Händler dabei, ihre Marke zu stärken und das Unternehmen besser am Markt zu positionieren.

2. Viraler Content

E-Mails erreichen nur die Kunden, die Händler in ihrer Abonnentenliste haben. Social Media weist keine derartigen Begrenzungen auf. Durch Likes, Kommentare und Shares erreichen die Posts oft viele weitere potenzielle Kunden, womit jeder Content ein deutlich größeres Potenzial hat, um Verkäufe zu steigern.

3. Stärkeres Branding

Bereits in Verbindung mit der höheren Engagement Rate genannt, ist Branding ein eigener zu nennender Vorteil von Social Media. Usern das Bild und Image des eigenen Unternehmens möglichst prägnant und nachhaltig vor Augen zu führen, funktioniert in den sozialen Netzwerken einfach besser. Verbraucher können hier schnell und direkt den Kontakt zum Unternehmen suchen, was eine wichtige Rolle bei der Identifizierung mit Marken spielt.

Nachteile von Social Media

1. Aufwand

Im Gegensatz zu E-Mail benötigt Social Media einen dauerhaften Stream an gutem Content. Wöchentlich oder gar täglich müssen Unternehmen hier am Ball bleiben, damit Kunden nicht das Interesse verlieren und/oder sich der Konkurrenz zuwenden. Das erfordert einen hohen Zeit- und Arbeitsaufwand, der den von E-Mail-Marketing bei weitem übertrifft.

2. Zu viele Kanäle

E-Mail-Marketing findet nur in einem Kanal statt. Bei der Vielzahl der verschiedenen sozialen Netzwerke lauert die Gefahr, sich nicht für die richtigen oder für zu viele Kanäle zu entscheiden. Müssen Händler Facebook, Instagram, Twitter, Pinterest, Xing und LinkedIn bespielen, können so schnell Qualität und Regelmäßigkeit der Posts leiden.

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