Im Check-out des Onlineshops entscheiden sich viele Kunden für oder gegen den Kaufabschluss. Händler sollten daher gerade hier darauf achten, dass User schnell und unkompliziert ihren Weg durch den Bezahl- und Bestellprozess finden. Eine Studie hat jetzt herausgefunden, welche Fehler Shopbetreiber beim Payment besonders oft machen. Worauf sollten Händler achten?

Payment-Plattform Stripe untersucht deutsche Check-outs

Die Payment-Plattform Stripe hat die 100 reichweitenstärksten Onlineshops Deutschlands untersucht und dabei 12 unterschiedliche Fehler im Bezahlvorgang ausgemacht. Diese Fehler ziehen den Kaufabschluss in die Länge, so dass mehr Kunden abspringen.

So viele Fehler machen deutsche Shops

Insgesamt machen gut 92 Prozent der untersuchten Händler drei oder mehr der identifizierten Fehler. 57 Prozent machen gar fünf oder mehr Fehler, gut 10 Prozent kommen auf sieben und mehr Fehler. Ein Check-out ließ 9 der 12 möglichen Fehler ausmachen. Das macht im Schnitt eine Fehlerquote von 4,69 pro Check-out.

Diese Fehler machen deutsche Shops im Check-out

Die von Stripe identifizierten Fehler ziehen den Bezahlvorgang vor allem in die Länge. So machten es 74 Prozent der untersuchten Shops nicht möglich, das Gültigkeitsdatum der Kreditkarte manuell einzugeben. User müssen stattdessen ein Drop-down-Menü öffnen und mühselig das entsprechende Datum heraussuchen. Ist die Angabe der Kreditkartennummer zudem nicht richtig, zeigen 67 Prozent der Check-outs nicht an, dass es sich nicht um eine gültige Nummer handelt.

Ebenfalls unpraktisch für Einkäufer: 61 Prozent der Shops tragen nach Eingabe der Kreditkartennummer nicht automatisch den Kreditkartentyp ein – ein weiterer Arbeitsschritt für den Kunden.

Mobile Eingaben verbesserungswürdig

Zwar zeigten sich alle untersuchten Shops für mobile Endgeräte optimiert, die Eingabe der Payment-Daten erwies sich jedoch nicht bei allen Shops als unkompliziert. So müssen User bei 60 Prozent der Händler ihre Tastatur eigenhändig auf die nummerische Eingabe umstellen, um ihre Kreditkartendaten einzugeben. Das zeigte sich auch dann, wenn Kunden in das Feld lediglich Zahlen eintragen konnten.

Fazit

Kleine Fehler im Check-out verlangsamen den Bezahlvorgang und erhöhen so die Gefahr des Kaufabbruchs. Online-Händler sollten daher ihren Check-out Schritt für Schritt überprüfen, um ein reibungsloses Einkaufserlebnis zu bieten – und so höhere Umsätze zu erzielen.

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