Oft wurde in letzter Zeit darüber diskutiert, wo die Zukunft des Payments liegt. Wollen Kunden stets auf Rechnung einkaufen, so wie das ECC Köln im Januar in seiner Studie ermittelte? Oder gewinnen mehr und mehr Bezahlverfahren wie Paypal an Bedeutung, so dass Online-Payment die Zukunft der Bezahlmethoden darstellt? Vor allem stellen sich Online-Händler die Frage, ob die eigenen Erwartungen mit den Erwartungen der Kunden vereinbar sind.

Bezahlverfahren: Online-Payment führend

Die Zukunft des Themas Payment ist also noch unklar. Wie sieht jedoch der aktuelle Status quo aus? Damit hat sich der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) in einer Studie befasst. In Zusammenarbeit mit dem Kreditauskunftsunternehmen Boniversum ist der bvh der Frage nachgegangen, wie Kunden derzeit ihre Online-Käufe bezahlen. Dazu wurden Verbraucher im Alter von 18 bis 69 Jahren zum Thema Bezahlverfahren im interaktiven Handel befragt. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass derzeit Online-Bezahlverfahren wie Paypal, Clickandbuy und Sofortüberweisung führend am Markt sind. So bevorzugen 40 Prozent der Online-Käufer ein elektronisches Bezahlsystem. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der Wert nahezu gleich geblieben (41 Prozent). Online-Payment erweist sich für Kunden als unkompliziert, da mit wenigen Klicks die Ware bezahlt ist.

Bezahlverfahren: Rechnungskauf relevant für Verbraucher

Der Rechnungskauf liegt auf Platz 2 der gefragtesten Bezahlverfahren in Deutschland. 29 Prozent der Verbraucher wollen ihre Ware erst bezahlen, wenn sie zugestellt wurde. Im Vergleich zum Vorjahreswert legte der Kauf auf Rechnung leicht zu (27 Prozent). Die Relevanz dieser Bezahlmethode ist aus Kundensicht nachvollziehbar. Datenschutz, Sicherheit und auch Bequemlichkeit (bei Retouren) stellen Vorteile für den Konsumenten dar. Im Gegensatz zu anderen Bezahlverfahren wie der Vorkasse oder dem klassischen Online-Payment können Kunden die Ware zunächst zuhause entgegennehmen und dann bei Zufriedenheit die Zahlung anweisen.

Die Bezahlung von Online-Käufen per Kreditkarte wird aktuell von 10 Prozent der Kunden genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert um ein Prozent gefallen. Deutlich verloren an Relevanz hat das Lastschriftverfahren, das bei der letzten Untersuchung noch 13 Prozent aufwies, in der aktuellen Umfrage jedoch nur noch auf 9 Prozent kommt und damit einen Verlust von 4 Prozentpunkten aufzuweisen hat.

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