Der Warenkorb ist prall gefüllt, nur noch wenige Klicks bis zum finalen Bestell-Button. Bis zu diesem kommen jedoch beizeiten nicht alle Online-Shopper. Jeder vierte springt ab, weil der Check-out schlichtweg zu kompliziert ist. Was können Shop-Betreiber tun, um hier ihre Conversion zu steigern?

Conversion: Formulare als Störfaktor

Onlineshops können wunderbar emotional und userfreundlich sein, ein unattraktiver Check-out-Prozess sorgt dennoch immer wieder für einen Kaufabbruch. Bessere Formulare würden das verhindern und könnten die Conversion deutlich steigern. Welche Störfaktoren bringen User dazu, ihren Warenkorb zurückzulassen? Worauf sollten Shop-Betreiber bei der Gestaltung ihres Check-outs achten?

1. Payment

Finden User im Check-out nicht ihre favorisierte Payment-Methode, ist die Absprungrate nach wie vor sehr hoch. Shop-Betreiber sollten daher stets die beliebtesten Varianten anbieten. Dazu zählen derzeit vor allem der Rechnungskauf und PayPal. Es kann jedoch auch nicht schaden, einige weniger beliebte Alternativen mitaufzunehmen. Der ECC fand in einer Studie kürzlich heraus, dass in 2016 zum ersten Mal durchschnittlich über 6 Bezahloptionen angeboten wurden. Die Auswahl im Payment steigt also.

2. Übersichtlichkeit

Unübersichtliche Check-outs steigern die Zahl der Kaufabbrüche. Shop-Betreiber sollten daher einen schönen, schlanken Prozess bieten, in dem User auf den ersten Blick erkennen, was zu tun ist. Dabei hilft es, den Einkäufer nur eine thematische Frage pro Seite beantworten zu lassen, beispielsweise die Angaben zur Adresse. Wenn es möglich ist, sollten User für Ihre Angaben zudem nicht zu viel scrollen müssen. Der Übersichtlichkeit nützt es auch, wenn User wissen, wie weit sie mit ihrem Check-out sind. Eine Anzeige, die hierzu auf dem Laufenden hält, ist dafür gern gesehen.

3. Verständlichkeit / Aktive Hilfestellungen

Alle Übersichtlichkeit nützt nichts, wenn User nicht wissen, was genau in die Felder gehört. Daher ist Verständlichkeit ebenfalls oberstes Gebot. Shop-Betreiber können dafür Pflichtfelder markieren, um Missverständnisse zu vermeiden. Besonders hilfreich sind Beispiele in den Feldern. Auf diese Weise wissen Kunden in der Regel sofort, was sie dort einzutragen haben. Abgeschlossene Eingaben können dann farblich hinterlegt werden. Dies beschleunigt den Bestellprozess und sorgt für einen zeitnahen Klick auf den Kaufen-Button.

Features wie eine automatische Formatierung und/oder die Korrektur des Eingegebenen bringen den User ebenfalls schnell von Feld zu Feld. Das kann insbesondere bei Kreditkartennummern besonders hilfreich sein. Sind User bereits Kunde im Shop, sollte ihnen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Zahlungsdaten mit einem Klick wiederaufzurufen. Denn: Nichts ist nerviger als jedes Mal alle Zahlen erneut einzutippen. Kurze und knappe Erklärungen zu einzelnen Feldern, warum bestimmte Angaben gemacht werden müssen, steigern zudem die Bereitschaft der Nutzer, ihre Daten anzugeben.

4. Schlanker Prozess

Nicht nur sollten die einzelnen Seiten des Check-outs übersichtlich und schnell ausfüllbar sein, die technische Seite muss ebenfalls stimmen. Lange Ladezeiten und störende Ablenkungen wie Pop-ups sind tabu. Auch sollte es für User problemlos möglich sein, im Check-out einen Schritt zurückzugehen, falls sie nachträglich doch mal eine Änderung vornehmen wollen.

5. Mobile

Auch wenn es offensichtlich scheint: Der gesamte Check-out muss für Mobile optimiert sein. Für Kunden ist der Check-out auf Smartphone und Tablet aufgrund der begrenzten Bildschirmdiagonale und des umständlichen Eintippens eine größere Herausforderung als am Laptop. Eine einfache und möglichst schlanke Führung bis zum finalen Kaufabschluss sind hier daher besonders wichtig.

Einfacher Check-out – mehr Conversion

Diese kleinen und einfachen Änderungen sorgen für einen simplen und praktischen Check-out. Kunden kommen so mit wenigen Klicks bis zum Bestell-Button – und Shop-Betreiber freuen sich über eine bessere Conversion.

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